Kalte Verbrennung? Wenn etwas brennt, entsteht doch eigentlich immer Wärme. Wie zum Beispiel bei einem Streichholz. Wie kann es da kalte Verbrennung geben? Kalte Verbrennung ist ein chemischer Prozess, bei dem Energie freigesetzt wird – nur eben nicht wie beim Streichholz als Wärme, sondern als elektrische Energie.

Die Betreitstellung von Energie durch möglichst effiziente Energieumwandlung stellt einen wesentlichen Baustein für die Schaffung einer nachhaltigen Gesellschaft dar. Brennstoffzellen können einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Sie arbeiten lokal emissionsfrei und bieten z.B. bei der Verwendung in Fahrzeugen jetzt schon ähnliche Reichweiten wie herkömmliche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Sie stehen dabei in Konkurrenz mit anderen Technologien zur Energieumwandlung wie zum Beispiel der Batterietechnik. Im Vortrag wird es um das Funktionsprinzip von Brennstoffzellen, ihre Anwendungen sowie ihre Vor- und Nachteile gehen. Ein aktuelles Forschungsprojekt zur Herstellung von Elektrokatalysatormaterialien wird vorgestellt, das sich mit hierarchischen Komposit-Nanopartikeln zur Anwendung in Brennstoffzellen und ihrer kontinuierliche Herstellung (HiKAB) beschäftigt.

 

Dr. Hauke Heller hat an der Universität Hamburg Chemie studiert und am Institut für Physikalische Chemie seine Diplomarbeit und auch seine Doktorarbeit angefertig. In seiner Forschung versucht er, mit möglichst geringem Platin-Aufwand leistungsfähige Katalysatoren für Brennstoffzellen herzustellen und arbeitet daran, Brennstoffzellen durch Optimierung der chemischen Prozesse bei der Umwandlung der Brennstoffe zu verbessern.