Vortrag // 13:00-13:45 Uhr

Dr. Klas Ove Möller

Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Institut für Küstenforschung

 

Kleinsten Dingen auf der Spur: In situ Messsysteme und Unterwasserobservatorien


Mikroskopisch kleine Krebstiere, Fischlarven, einzellige Algen und Partikel - auch Plankton genannt - bilden die Basis der Nahrungskette im Ozean. Die Vielfalt und Verteilung dieser Organismen hat eine große Bedeutung für viele Fischbestände und Meeressäuger und spielt außerdem eine wichtige Rolle im Kohlenstoff-Kreislauf und den damit verbundenen klimatischen Bedingungen und Veränderungen weltweit. Es ist daher wichtig, die Verteilung und Konzentration von Plankton sowie kleiner Partikel (dem sogenannten "Schnee der Meere") zu verstehen und zu messen. Traditionelle Methoden sind hierbei räumlich und zeitlich stark begrenzt. Neue technologische Entwicklungen bieten nun bessere Möglichkeiten durch den Einsatz von Unterwasser-Observatorien, Kamerasystemen, sowie autonomen Unterwasser-Fahrzeugen, führen aber auch zu einer Flut von riesigen Datenmengen. Dieser Vortrag gibt einen Einblick über neue technologische Methoden in der Meeresforschung und wie diese helfen, die spannende Welt des Planktons aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf den Einsatz von Unterwasser-Kamerasystemen und Observatorien sowie der automatischen Bilderkennung.

 

Klas Ove Möller ist Biologischer Ozeanograph am Helmholtz-Zentrum Geesthacht und seit über zehn Jahren weltweit mit Unterwasser-Kameras dem Plankton auf der Spur.